Kepler Sternwarte Linz

Die aktuelle Situation in der COVID-Pandemie erlaubt derzeit die Durchführung von Sternführungen, jedoch nur mit Voranmeldung per E-Mail (Information und Anmeldung ),

Die nächste Monatsversammlung findet am 16.5.2022 als Präsenzveranstaltung im Wissensturm der VHS-Linz statt (Siehe Vorträge).

Die Clubabende am Donnerstag finden derzeit als Online-Meeting und bei Schönwetter vor der Kepler Sternwarte Linz statt.

Für die Vereinsleitung: Günther Martello (Obmann)   

Der astronomische Verein "Kepler Sternwarte Linz" wurde bereits 1947 von einer astronomiebegeisterten Linzer Gruppe unter dem Namen "Linzer Astronomische Gemeinschaft" gegründet und hatte schon damals das Ziel eine Sternwarte zu errichten. Die Sternwarte wurde im Jahr 1983  mit Vereinsmitteln gebaut und steht seither als astronomische Volksbildungseinrichtung den LinzerInnen zur Verfügung. Als Mitglied im Rahmen des OÖVolksbildungswerkes  ist es das Anliegen des Vereins astronomisches Wissen in möglichst weiten Bevölkerungskreisen zu verbreiten. Der laufende Betrieb erfolgt zur Gänze durch Vereinsmitglieder ehrenamtlich in ihrer Freizeit.

Zu finden sind wir an folgender Adresse:

Kepler Sternwarte Linz
Sternwarteweg 5
A-4020 Linz

Kontakt:
Telefon: +43 (0)680 120 48 49
e-Mail: info@sternwarte.at

Die im Jahr 1990 auf Johannes Kepler Sternwarte benannte Sternwarte, mit dem computergesteuerten 50 cm-Spiegelteleskop, ist am Linzer Freinberg in der Nähe des Senders zu finden (Lageplan bei Google Maps). Von den Bushaltestellen Froschberg (Linien 17, 19, 26 und 27 der Linz Linien) oder Leondingerstr. (Linien 45, 45a, 46) ist sie in ca. 5 Gehminuten zu erreichen.

Vortrag im Wissensturm, Montag 16. Mai 2022, 19Uhr30: “Astrofotografie - Bildkalibrierung", Daniel Nimmervoll



Die Astro-Fotografie ist eine faszinierende Aufnahmetechnik, mit der lichtschwache Nebel und entfernte Galaxien, die das menschliche Auge nicht mehr sehen kann, festgehalten werden kann. Mit welch aufwändiger Technik dies möglich ist erzählt uns Daniel Nimmervoll. Der gebürtige Linzer Chemieverfahrenstechniker und Berufsfotograf ist auch ein leidenschaftlicher Hobby Astrofotograf. Er lebt in Vorderweißenbach und betreibt eine kleine Gartensternwarte in 720m Höhe. In sehr kurzer Zeit hat er sich autodidakt in die moderne, komplexe Technik der digitalen Astrofotografie sehr erfolgreich eingearbeitet und gibt heute dieses erarbeitete Wissen auf seinem YouTubeKanal in unzähligen Video Tutorials an Interessierte weiter. In seinem Vortrag wird er uns Einblicke in die Geheimnisse der digitalen Astrofotografie geben und uns das Thema Bildkalibrierung näher bringen und die Fragen - wie werden Darks, BIAS, Flats und DarkFlats erstellt und die Lights damit richtig kalibriert? - erörtert.

Der Vortrag wird auch wieder ONLINE VIA ZOOM übertragen: https://zoom.us/j/91234644682

Rückblick Vortrag Montag 25. April 2022: “Katharina Kepler - die schwäbische Hexenmutter", Dr. Christian Pinter


Der erste Vollpräsenzvortrag ohne Onlineübertragung seit Pandemiebeginn - Fotos: Johannes Stübler.

Vor 400 Jahren, im April 1622, starb Katharina Kepler, die Mutter des heute gerühmten Astronomen. Die wissbegierige, wenngleich recht zänkische Frau prägte Johannes' Charakter mit, weckte in ihm vielleicht die Neugierde an den Phänomenen der Natur. Die letzten Lebensjahre der alten Frau waren vom Vorwurf des mehrfachen Schadenszaubers, einem Hexenprozess und 14monatiger Kerkerhaft überschattet. Wie kam es dazu? Welche Rolle spielte ihr Sohn Johannes Kepler in diesem Verfahren? Lieferte das Manuskript einer von ihm geplanten Science-Fiction-Erzählung, heute „Mondtraum“ genannt, zusätzlichen Zündstoff? Wie sollte Katharina Kepler letztlich dem Scheiterhaufen entrinnen?

Der Referent verstand es, sprachlich pointiert, auf Geschichtsfakten basiert und unter seinem unnachahmlich vollem Körpereinsatz das Publikum in die Zeit von Johannes Kepler zu versetzen. Vor dem geistigen Auge des Zuhörers entstand ein lebendiges Bild von Keplers Mutter Katharina, den prägenden Personen, den Umständen und der Umgebung unter denen der junge Kepler aufgewachsen ist. Spannend beleuchtete Dr. Pinter die geschichtlichen, religiösen und gesellschaftlichen Hintergründe jener Zeit, die zum einen den Nährboden für die wissenschaftlichen Leistungen von Johannes Kepler, aber auch für das finstere Kapitel der Hexenverfolgung bildeten. Er stellte verblüffende Zusammenhänge zwischen Keplers frühem und erst posthum (1634) veröffentlichten romanhaften Werkes „Somnium oder Der Traum vom Mond “ und dem Hexenprozess seiner Mutter her. Ein Manuskript des unveröffentlichten Werkes gelangte auch nach Württemberg. Bei der Hauptfigur des Romans, entdeckt man biografische Bezüge zum Autor Johannes Kepler. Dessen kräuterkundige Mutter ähnelt Katharina Kepler. Johannes Kepler befürchtete mit dieser Geschichte, in Hinblick auf den Hexenprozess, womöglich Öl ins Feuer gegossen zu haben. Dies war wohl mit ein Grund sich ins Zeug gelegt zu haben und eine 128-seitige Verteidigungsschrift für seine Mutter verfasst und bei Gericht eingereicht zu haben. Auf Grund dieser wurde die knapp 75-Jährige Anfang Oktober 1621 entlassen, nach sechs Jahren Rechtsstreit und 14 Monaten Kerker. Sie verstarb jedoch bald danach am 13. April 1622 schwer geschwächt und gezeichnet durch die Haft und den Prozess. Ohne ihre Hartnäckigkeit und das mutige Einschreiten ihres Sohns hätte sie wohl das Schicksal der Verbrennung als Hexe auf dem Scheiterhaufen ereilt. Wer Lust hat ein wenig mehr über die "schwäbischen Hexenmutter“ Katharina zu erfahren, dem sei der Artikel des Referenten HIER in der Wiener Zeitung empfohlen. Auch zur Jugend Keplers existiert ein weiterer Artikel.

Der Referent Dr. Christian Pinter ist freier Wissenschaftsjournalist und Buchautor - seit 1991 spezialisiert auf Astronomie und Raumfahrt und mit besonderer Vorliebe für die Geschichte der Astronomie Die meisten seiner Artikel erscheinen in der renommierten "Wiener Zeitung".


Katharina Kepler - Statue am Dorfbrunnen Eltingen und das Geburtshaus der Katharina Guldenmann in Eltingen.


Rückblick Monatsvortrag: “Die Himmelsscheibe von Nebra“ - Montag 28. März 2022

Rückblick Vortrag 28.02. 2022 - “Eine astronomische Reise durch die Zeit“ - Dr. Julia Weratschnig

Rückblick Generalversammlung 24. Jänner 2022

75 Jahre Jubiläumskalender

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