Experimente
mit Vereinsteleskopen und Kameras
Spektroskopie, Photometrie, Astrometrie,

Spektroskopie mit einfachen Mitteln
Zum Einsatz kommt ein handelsüblicher Staranalyser 100 mit einem hochwertiges Blaze Gitter(100 Linien / mm)
gefasst in einer 1,25" Standard Filterfassung. Somit kann der Staranalyser auch visuell mit einem Okular verwendet werden.
Fotografisch können der Stern und das Spektrum in einem Bild gleichzeitig aufgenommen werden.

Der Staranalyser

Oben eine typische Aufnahme: Links der Stern Altair und rechts das Spektrum in einer Aufnahme

Ein Clubabend mit spektroskopischen Experimenten unter Federführung von Gerhard Storch der die mittels
Staranalyser gewonnenen Spektren mit dem Programm Astroart entsprechend auswertet und visualisiert. An diesem Abend kam auch
sein privater Staranalyser 200 und eine empfindliche SW-Kamera zum Einsatz.Der 200er ist ähnlich wie der 100er aber eben
mit 200 Linien/mm und er ist optimiert für grössere Öffnungen mit längerer Brennweite und grössere Kamerasensoren.
Siehe dazu nachfolgend ein paar erklärende Zeilen


Neben fernem Sternenlich wird auch das Licht unseres nächsten Sternes, der Sonne spektroskopisch untersucht.
dazu kommt unser kleines Sheliak-SonnenSpektroskop zum Einsatz. Die Bilder wurden einfach mittels Handy durch das Okular geschossen

PHOTOMETRISCHE EXPERIMENTE

Arbeit am 130mm TMB-Refraktor
Der veränderliche Stern T Coronae Borealis (T CrB) ist eine so genannte "rekurrierende Nova". Aus bisherigen Beobachtungen
ergab sich, dass der Stern etwa alle 80 Jahre einen Helligkeitsausbruch zeigt. Demnächst könnte dies wieder der Fall sein.
Diese "Nova mit Ankündigung" war daher für unser Vereinsmitglied Thomas Linder der Anlassfall, photometrische Experimente
mittels unserer Astrokamera durchzuführen und eine experimentelle Photometrie-Pipeline zu implementieren.
Zum Einsatzt kam unser TMB-Apo (130/1200 mm) mit der ASI2600MC.
In 19 Nächten wurden 32 Frames a 20, 30 und 45 s Belichtungszeit gewonnen.
Die gemessenen Werte sind zunächst pro Belichtungszeit gemittelt und der endgültige Mittelwert und Std sind
invers-varianzgewichtet berechnet (fluxbasiert, nicht als Magnitude).
Die Daten wurden mit ASTAP ausgewertet und nur der grünen Kanal (TG) wurde extrahiert und gegen Online-Gaia (V) gemessen.
Aufgetragen sind die Messungen (das sind die indigoblauen Punkte) +/- Std sowie Messungen aus der AAVSO-Datenbank
(das ist alles andere im Diagramm, also die grünen Kästchen für V und die grünen Kreise für TG. Der Zeitraum erstreckt
sich etwa von Anfang Februar bis Mitte August.
Zusätzlich sind die Kalenderdaten als zweite Zeitachse hinzugefügt
(darin sind die zum Vergleich aufgetragenen AAVSO-V-Daten - das hellere Grün, die AAVSO-TG-Daten - das dunklere Grün).
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Präzision ist zumeist annehmbar, für eine Abschätzung/Verbesserung der Richtigkeit
der Daten wurde noch nicht viel getan - aber der Vergleich zeigt zumindest, dass die Messungen schon ziemlich gut matchen
und entsprechende Helligkeitsschwankungen gut gemessen werden können .... jetzt heißt es nur mehr noch Warten bis die Nova
ausbricht :-)

Photometrie-Ergebnis
ASTROMETRISCHE EXPERIMENTE

Mit dem C14-Hyperstar wurden astrometrische Experimente auf der Hohen Dirn durchgeführt.
Obiges Bild zeigt den Kleinplaneten Brasilia in der Nähe der Galaxie M88.

Das kleine Video zeigt links im Bild die Bewegung des Kleinplaneten - Video:Johannes Stübler

Folgendes Video von Nedim zeigt die Spur eines schnell ziehenden NEO's (NEO 35107_1991 VH)- siehe Bildmitte- in einer 20min Aufnahme (40x30sec).
In der Aufnahme darunter sieht man die Anzahl der Satellitenspuren, die in diesen 20min durch das Bild gezogen sind.


Bei genaueren Untersuchungen solcher Testaufnahmen findet man gelegentlich auch seltene "Beifänge"
so wie zB. ein sich bewegendes Objekt in seltsamer Entfernung..... auf der Aufnahme des NEO 9058-1992JBs entpuppte
sich ein Objekt. das sich in gut 300000km Entfernung von der Erde befand - eine eher ungewöhnliche Entfernung zB. für einen Erdsatelliten.
deren Spuren sich regelmäßig in großer Zahl auf solchen Aufnahmen abbilden - als eine Falcon9 Raketenstufe, es handelte sich nämlich
um die Raketenstufe der Mondmission Blue Ghost Mission 1 vom 15. Jänner 2025.

Spuren der Mondmission Blue Ghost vom 15. Jänner 2025
Wird fortgesetzt
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