Grundlegendes
Kurz gesagt, DAS beste Fernrohr gibt es nicht (oder vielleicht doch?). Wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch, läuft alles auf einen Kompromiss hinaus. Relativ klar ist die Sache nur dann, wenn man mit dem Fernrohr hauptsächlich ganz bestimmte Objekte beobachten will oder gewisse Einschränkungen (z. B. Größe) vorliegen. In der Regel gilt folgendes für die verschiedenen Fernrohrtypen:
- Refraktoren: Kein Kontrastverlust durch Fangspiegel, daher gut für Planeten und Doppelsterne geeignet. Ein guter Refraktor kostet aber deutlich mehr als ein Reflektor gleicher Öffnung. Für den Deep Sky-Bereich weniger gut geeignet. Je nach Qualität der Linsen können Farbfehler auftreten.
- Newton-Reflektor: Kein Einsatz von Linsen, daher farbrein. Bietet in der Regel ein gutes Verhältnis zwischen Öffnung und Preis; kann aber relativ groß und unhandlich werden. Im kurzbrennweitigen Bereich (f/6 und kürzer) sehr gut für Deep Sky-Objekte geeignet.
- Schmidt-Cassegrain: Verwendet Spiegel und Linse; vereinigt hohe Brennweite (==> hohe Vergrößerung), kompakte Bauweise und - auf der Negativseite - schlechtes Kontrastverhalten (wegen der relativ hohen Obstruktion). Dieser Typ ist weit verbreitet und kann bei fast allen Objekten sinnvoll eingesetzt werden, optimal ist er aber nirgends.
Zur weiteren Auswahl stehen jetzt:
Zurück zur Hauptseite
© 2000, Wolfgang Stroh, Linz/Austria